Bauwagenfahrt 2000: Hindelang



Bauwagentour 2000 oder der Berg ruft


10 Jahre ist es nun schon her, dass man einen alten Bauwagen bis auf das
Gerippe zerlegt und anschließend restauriert hat. Die einmal im Monat
stattfindende "Bauwagensitzung" wird von den 10 Bauwagenmitgliedern auch nur
bei ganz wichtigen Anlässen versäumt.
 
Alle 3 Jahre geht’s auf "Bauwagentour". Nachdem uns die letzte Fahrt zur
Mecklenburgischen Seenplatte führte, ging es diesmal endlich (?) wieder in die
Berge. Man traf sich pünktlich um 7.00 Uhr am Dahlbrucher Bahnhof, und war
voller Erwartung was die nächsten Tage so alles bringen würden. Aber da
brauchte man gar nicht lange zu warten, denn der erwartete Zug war kaputt.
Aber man war ja auf alles vorbereitet, und so ging es weiter mit dem Bus. Vom
Siegener Bahnhof fuhren wir dann tatsächlich mit dem Zug weiter. Allerdings
die nächste Überraschung wartete in Ulm auf uns. Das dortige Stellwerk war
kaputt. Also ging es wieder in den Bus, dann in einen Regionalzug, dann im
Gelenkbus über die Autobahn und quer durchs Allgäu. Adventure-Tours
2000. Aber kaum zu glauben, pünklich zur "Weiss-Blauen-Stunde" kamen wir in
unserem Quartier in Hindelang an. Was uns als erstes auffiel, alle weiblichen
Bedienungen waren schwanger. Die Antwort des darauf angesprochenen
Juniorchefs lautete: „Alles wird gut“. Nachdem man einige der bayrischen
Bierspezialitäten probiert hatte, ging ein aufregender Tag zu Ende.
 
Am nächsten Morgen regnete es in Strömen. Was macht man an so einem Tag?
Wir fuhren mit dem Bus zum 1050 m hoch gelegenen Giebelhaus, in der
Hoffnung, dass der Wettergott ein Einsehen mit uns hat, um vielleicht noch eine
kleine Wanderung von dort aus zu unternehmen. Dem war nicht so. Aber der
Wirt war sehr zufrieden mit den doch recht durstigen Gesellen, und wir
begannen uns langsam mit der Situation anzufreunden. Das Motto für diesen Tag
lautete also "saufen statt laufen". Der Busfahrerin wurde eindringlich erklärt,
dass sie uns auf jeden Fall mit dem letzten Bus mit ins Tal nehmen müsse, auch
wenn bis dahin der Eine oder der Andere sich sträuben sollte. Obwohl Jürgen am
liebsten noch einige Runden bestellt hätte, setzte auch er sich friedlich in den
Bus zur Fahrt ins Tal. Die Tatsache, dass ich keinen Sitzplatz hatte, obwohl wir
die Einzigen im Bus waren, ist mir bis heute unerklärlich. Es hängt sicherlich
damit zusammen, dass ich anschließend eine kleine Auszeit  auf meinem Zimmer
nehmen mußte, bevor ich wieder ins Geschehen eingreifen konnte. Der
"Wiesengrundabend" stand auf dem Programm. Die Hände gingen zum Himmel
und Dieter stand plötzlich als Frau unter dem Fenster. Aber er hatte leider
seinen Text vergessen. Das jetzt alles zu erklären wäre zu kompliziert, ich
glaube, wir haben selbst nicht alles verstanden. Warum Hansi an diesem Abend
bei Klaus auf der Bettkannte geschlafen hat, konnte mir auch keiner erklären. Es
war vielleicht doch alles ein bisschen zu viel für den Anfang.
 
Am nächsten Tag hatte es aufgehört zu regnen. Nach einem ausgiebigen
Frühstück unter der Beigabe von Asperin und Bullrichsalz, fuhren wir mit dem
Bus nach Oberjoch. Wir hatten uns den Iseler als Gipfel ausgesucht. Mit dem
Lift ging es auf 1500m Höhe. Nachdem wir den 1876m hohen Gipfel zu Fuß
erreicht hatten, waren alle von der großartigen Aussicht beeindruckt.
Bild "bisherige Fahrten:Hindelang_2000_005.jpg"
Der Abstieg ging über die Zipfelalpe, (hatte leider schon geschlossen) vorbei an
schönen Wasserfällen nach Hinterstein. Während am Abend Werner seine doch
stark in Mitleidenschaft gezogene Muskulatur pflegen musste, überlegte man
schon, unter Mithilfe der Wirtsleute, an einer neuen Route für den nächsten
Tag.
 
Strahlender Sonnenschein weckte uns am nächsten Morgen. Aus Rücksichtnahme
auf unseren Beamten Werner sollte die Wanderung nicht zu anstrengend sein.
Sie führte uns zur Strausbergalpe. Während der Wanderung stellten wir fest,
dass der erste Abend doch einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatte. 
Vorbeikommende Wanderer grüßten uns meist mit den Worten, "Da sind die
Jungs wieder -  und da ist der Dieter". Auf der Strausbergalpe angekommen,
hatte man ein wunderschönes Alpenpanorama. Bei einem freundlichen Glas Bier
oder Buttermilch konnten wir das schöne Wetter und die Allgäuer Alpen so
richtig genießen. Rüdiger und ich waren noch etwas unruhig und entschlossen uns,
noch auf den Gipfel des Hindelanger Hausbergs zu gehen. Wir trafen also erst
am späten Nachmittag wieder zusammen. Deutlich zu erkennen war, dass die
Kollegen in der Zwischenzeit nicht nur Buttermilch getrunken hatten. Unter
anderem wurde eine Wette abgeschlossen, die das Konditionsproblem bis zur
nächsten Fahrt doch deutlich verbessern sollte. 10% des Gewichtes sollen bis
dahin reduziert werden. Abends trafen wir dann alle wieder im Wiesengrund ein.
Nach einem Schlummertrunk und dem Verabschieden der Wirtsleute, gings ins
Bett. Nur Hansi und ich hatten eine etwas unruhige Nacht. Ob es an der
Verabschiedung lag, die hatte sich bei uns etwas in die Länge gezogen.
 
Am Abreisetag lief, bis auf Hansis Sprachschwierigkeiten und der etwas
langwierigen Suche nach den Fahrkarten, alles nach Plan. Auf der Rückfahrt
liefen schon die ersten Planungen für die nächste „Bauwagenfahrt“. Darüber muss
aber noch verhandelt werden, die etwas Lauffaulen unter uns planen nämlich eine
Fahrt zu einer Hallig. Gegen Abend hatte uns dann das Siegerland wieder.

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Bauwagen Müsen


 
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