Bauwagenfahrt 2003: Poppenhausen in der Rhön


Organisatoren: Jens, Rüdiger
Unterkunft: Fuldaer Haus in Poppenhausen


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Muskelkater und Wiesenblumen, das sollte das Motto dieser inzwischen schon 5. Bauwagentour sein. Erstmals eine Fahrt ins "Blaue". Die gemischten Gefühle, die angesichts des ungewissen Zielortes und des noch sehr jungen und unerfahrenen Organisationsteams aufkamen, konnten auch ein längerer Aufenthalt in der örtlichen Gastronomie nicht ganz zerstreuen.

Nach einstündiger Lagebesprechung ging’s endlich los. Die Verkehrsmittel des ÖPNV brachten uns zunächst in die Region Wittgenstein, was natürlich die Zweifler innerhalb der achtköpfigen Gruppe nicht beruhigte. Es sollte sich auch bald herausstellen, das wir auf eine falsche Fährte gelockt wurden. Dem Wunsch eines Bauwagenmitgliedes nach einer möglichst langen Zugfahrt sollte entsprochen werden. Schließlich sollte genügend Zeit sein, die reichlich vorhandene Verpflegung vollständig zu beseitigen. Eine kurze Busfahrt brachte uns dann schließlich nach Poppenhausen. Die Zweifler waren immer noch nicht beruhigt, aber der Name des Ortes hatte zum Glück keine tiefergehende Bedeutung. Nach kurzer Rast holte uns unsere Wirtin, die etwas in Zeitnot geraten war, (schnell, schnell beeilt Euch, ich muss wieder in die Küche) ab. Nach kurzer unruhiger Fahrt erreichten wir unser Ziel, das Fuldaer Haus in der Rhön. Geschafft, im hauseigenen Biergarten konnte der Blick sich ausruhen und die Seele aufatmen und die durstigen Kehlen wurden angefeuchtet.

Ein neuer Tag erwachte und wir mit ihm. Im Hausprospekt stand: "Die Luft riecht morgens nach Tau und frisch gemähter Wiese." Das konnte dank einiger unruhiger Zimmergenossen und einiger Ausdünstungen so nicht bestätigt werden.

Nach einem guten Frühstück stand Wandern auf unserem Programm. Zitat Hausprospekt: "Die Schönheit einer Landschaft erklärt man nicht, sondern man empfindet sie." Aber beim Kartenlesen kam unser Organisationsteam erstmalig an seine Grenzen und dadurch leider einige Kollegen an ihre konditionellen Grenzen. Eigentlich ist ja in der Rhön an jeder Ecke ein Biergarten, eigentlich. Aber nach stundenlangem Umherirren in wunderschöner Landschaft hatten wir unser erstes Etappenziel erreicht. (Im Ausschank: Keilerbier - Saugut). Die Stärkung tat allen gut.

Nach ausgiebiger Rast weiter "ins Land der offenen Fernen". Ohne größere Schwierigkeiten unserer Pfadfinder gelangten wir zum "Riese Mils". Das weiter Motto des Tages: sattsehen, sattessen, satt.......

Da die Wanderer nicht mehr wandern wollten und bei den sehr netten Wirtsleuten einen hervorragenden Eindruck hinterlassen hatten, wurden wir am späten Abend kurzerhand auf den Pickup "gespaxt" und zum Nachtquartier transportiert. Aber auch dort nach reichlich Leber mit Zwiebeln fand nicht jeder gleich sein Nachtlager.

Obwohl es am nächsten Tag leicht bedeckt war, musste natürlich die Wasserkuppe noch erklommen werden. Dieses Vorhaben unserer Skoutmaster führte nach den Erfahrungen des Vortages nicht zu allgemeiner Begeisterung. Und so war man nach der ersten Weggabelung schon nicht mehr verwundert, dass keine Wegzeichen mehr vorhanden waren. Auch ständiges Einsehen des Kartenmaterials brachte keine Besserung. Aber unsere jungen Wanderführer beteuerten, wir sind auf jeden Fall richtig. Erst das Schild "Sondermülldeponie" bestätigte die Zweifler. Um das Ziel Wasserkuppe noch zu erreichen und nicht noch mehr Umwege zu laufen, entschied man kurzerhand auf vielbefahrenen Bundesstraßen die Wanderung fortzusetzen. Aber der Weg ist das Ziel und selbst Drohungen nützten nichts und der fast 900 m hohe Berg wurde erklommen. Dass in der eiligst aufgesuchten Gastronomie zumeist alkoholarme Getränke bestellt wurden, zeugt von den Strapazen. Aber die Bauwagenmitglieder wurden durch eine Abfahrt mittels Sommerrodelbahn wieder besänftigt, so dass unser gruppeneigener Bauwagenpsychologe nicht in Anspruch genommen werden musste. Als dann unsere Wirtin auch noch bereit war, angesichts der konsumfreudigen Truppe, uns abzuholen, war jeglicher Groll verflogen. Da beim Abendessen das Gericht "Leber mit Zwiebeln" mangels Leber gestrichen war, änderte man kurzerhand die Bestellung in "Zwiebelschnitzel mit 3-fach-Zwiebeln" um. Der Erfolg war, die Umgebungsluft veränderte sich ("wirkt`s schon?") und der "Rhönwurts" musste als Flasche auf den Tisch.

Am Abreisetag war keiner mehr zu einer Wanderung zu bewegen, man genoss die gute Aussicht noch einmal ausgiebig im Biergarten und erreichte nach einer unproblematischen Rückfahrt gegen Abend wieder das Siegerland. Als Gesamteindruck bleibt eine wie immer schöne und erlebnisreiche Bauwagenfahrt.


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